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EINE REISE DURCH DIE JAHRTAUSENDE

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Künstlerische Rekonstruktion · keine historische Ortsaufnahme
SPUREN AUS DEM 5. UND 6. JAHRHUNDERT

Der Fundplatz von Oberwerschen

Ein Gräberfeld und Funde aus verschiedenen Jahrtausenden im Rippachtal.

Der Fundplatz am Rand des Rippachtals wurde archäologisch untersucht. Berthold Schmidt veröffentlichte die Ergebnisse 1966.

Symbolische Pferdeillustration in einer historischen Landschaft
Frei gestaltete Symbolillustration. Weder eine Originalfotografie noch eine nachgewiesene Darstellung einer Ritualhandlung.

Die archäologischen Funde

Berthold Schmidt beschrieb in der Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte ein Gräberfeld des späten 5. und des 6. Jahrhunderts bei Oberwerschen. Der Bericht behandelt menschliche Bestattungen und weitere Befunde mit Pferdeknochen.

Schmidt deutete die Anordnung bestimmter Pferdereste als Hinweis auf rituelle Handlungen. Der Ablauf dieser Handlungen ist nicht überliefert.

Die Lage der Grabungsstelle

Die historische Beschreibung führt auf eine damalige Kiesgrube nordöstlich von Oberwerschen, oberhalb des Rippachtals. Die genaue heutige Position ist ohne Abgleich eines Grabungsplans mit moderner Kartengrundlage nicht zuverlässig festgelegt. Die Übersichtskarte zeigt deshalb keine punktgenaue Markierung.

Nicht nur ein Jahrhundert

Der Bericht nennt weitere Fundschichten: Reste der Bernburger Kultur, Gräber der Baalberger und schnurkeramischen Kultur, Gräber der frühen Bronzezeit und jüngere bronzezeitliche Siedlungsreste. Die Fundlandschaft erzählt somit von mehreren, sehr weit auseinanderliegenden Zeiträumen.

Funde aus der Nachbarschaft

Die Fundlandschaft reicht über Oberwerschen hinaus. Für die Jungsteinzeit führt der Fundortkatalog zur Baalberger Kultur auch Deuben-Wildschütz, Döbris und Jaucha auf. Aus Deuben-Wildschütz und Döbris sind menschliche Überreste aus Siedlungszusammenhängen beschrieben. Mehr zur Baalberger Kultur · Fundortkatalog der Universität Halle, Übersicht S. 37.

Aus der frühen Bronzezeit stammt der Hortfund von Domsen: Ein Tongefäß enthielt unter anderem Waffenreste und Ketten und lag auf mehreren Ösenhalsringen. Der Fund wurde archäologisch geborgen und im Labor dokumentiert. Mehr zur Aunjetitzer Kultur · Landesmuseum: Hortfund von Domsen.

Diese Funde gehören zu älteren Epochen als das frühmittelalterliche Gräberfeld von Oberwerschen.

Originalveröffentlichung

Berthold Schmidt (1966): Opferplatz und Gräberfeld des 6. Jahrhunderts bei Oberwerschen, Kr. Hohenmölsen. In: Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte, Bd. 50, ab S. 275.

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Die historischen Abbildungen und Grabungspläne des Artikels werden hier nicht kopiert. Ihre Nachnutzungsrechte müssten gesondert geklärt werden.

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Die drei Ortsteile

Illustrationen – keine historischen Originalbilder.